Samstag, 16. April 2011

NULLARBOR PLAIN BIS ADELAIDE


...tatsächlich bin ich (fast) an der Ostküste! ;)

Die letzten Wochen waren sehr erlebnisreich. Nach 6 Wochen in Bremer Bay packte ich meinen Rucksack und stieg mal wieder zu Mark und Jessie ins Auto, die mich vor meiner Haustür abholten ;-) Mitsamt einer Taiwanesin an Bord und daher Unmengen an Gepäck ging es auf nach Osten! Unterwegs trafen wir noch eine Freundin von Mark und Jessie, dir in ihrem Auto, inklusive zweier anderer Backpacker, die Karawane begleitete.
Unsere erste Etappe führte uns nach Esperance, ein kleines Küstenstädtchen im Südwesten. Es gab traumhaftschöne Küstenabschnitte und Strände, sodass wir spontan beschlossen, eine Nacht länger als geplant zu verweilen, um auch noch den Cape Le Grand Nationalpark zu besuchen. Dort ging es auch am nächsten Tag hin und wir wurden nicht enttäuscht:fast weißer, feiner Sand und glasklares Wasser von Steilküsten und kleinen Buchten umrahmt. Außerdem Kangaroos dirket am Strand! Wenn das nichts für den Australien-Touri ist :-) Außerdem haben wir noch einen Großeinkauf an Lebensmitteln und Wasservorräten für die Reise erledigt.
Am späten Nachmittag brachen wir dann Richtung Norsman auf, seines Zeichens letzte Stadt vor der Wüste. Da es allerdings früher als erwartet dunkel wurde, hielten wir auf einem Rastplatz und schlugen dann einfach dort die Zelte auf. Dank Scheinwerfer konnten wir sogar im Hellen aufbauen und kochen - und am nächsten Morgen das Auto nicht mehr in Gang bringen! :-D Aber da lobte sich dann die australische Hilfsbereitschaft wieder sehr, bereits das 2. Auto, das vorbeifuhr, hielt an und gab uns Starthilfe, sodass wir 20 Minuten später wieder rollen konnten! In Norsman wurden dann aber sicherheitshalber gleichmal ein paar Startkabel für unterwegs besorgt! ;) Gut ausgestattet, ging es dann endlich in die Nullarbor (lat."kein Baum" ;-)) Plain.
Und dann gibts auch nicht mehr sooo viel zu berichten! Karge, weite Landschaft, ein paar Büsche, die längste kerzengerade Straße Australiens, Emus, Dingos und irgendwann die südaustralische Grenze!
Die Nächte verbrachten wir entweder an Roadhouses, Caravan-Parks oder im Busch. Als wir uns der Südküste näherten, war es nachts im Zelt allerdings kaum noch auszuhalten! Die Temperaturen sanken auf 10 Grad und weniger und die Luft war feucht, sodass wir uns die halbe Nacht ums Lagerfeuer scharten und Tee schlürften. Sobald jedoch die Sonne aufging, war es innerhalb weniger Minuten wieder sehr warm und alles konnte schnell trocknen, bevor wir Sack und Pack wieder verstauten.
Besonders schön und beeindruckend unterwegs war die große südasutralische Bucht. An ausgewiesenen Aussichtspunkten konnte man bis an die Felsklippen herangehen, wo der Kontinent aufhört und dann bis zum Südpol erstmal nichts außer Wasser kommt.
Nach 5 Tagen erreichen wir dann Ceduna, den Beginn der Zivilisation am östlichen Ende der Nullarbor Plain. Von dort aus fuhren wir noch einen Tag und erreichten nach insgesamt 2500km Adelaide am frühen Abend. Schon unterwegs hatten wir uns telefonisch ein 4er Zimmer resierviert, damit wir den letzten gemeinsamen Abend und auch unsere Ankunft in Adelaide noch zusammen feiern konnten.

Um Adelaide auszukundschaften mieten wir uns zu viert Fahrräder vom Hostel und fuhren durch die Stadt. So erkundeten wir den Central Market, China Town, die Rundle Mall (Fußgängerzone), die botanischen Gärten, radelten am Fluss entlang, der die Stadt in Nord und Süd teilt. Ruckzuck wurde die auf den ersten Eindruck groß wirkende Stadt sehr überschaubar und übersichtlich.
Außerdem sollte auch dem Motto Südaustraliens als Kulturstaat Australiens etwas gerecht werden und so besichtigten wir das Museum of South Australia. :-)
Bald trennten sich unsere Wege dann allerdings wieder: die Taiwanesin war kaum in Adelaide angekommen in einer Schar Asiaten abgetaucht, Mark und Jessie sind gleich nach Melbourne aufgebrochen und ich blieb erstmal noch ein paar weitere Tage in Adelaide. 


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