Montag, 16. Mai 2011

SYDNEY


Für die ersten Tage in Sydney zog ich bei Mark und Jessie in die WG am Bondi Beach ein. Auch hier war es wieder schön, die beiden wiederzusehen, nachdem sich in Adelaide vor einem Monat unsere Wege mal wieder zwischenzeitlich getrennt hatten. Am Wochenende hatten auch beide frei und die zwei haben mir die Stadt gezeigt. Ganz vorne an stand natürlich das Opernhaus, die Harbourbridge und der Hafen selbst.
Nach allen bisher gesehenen australischen Städten ist Sydney doch wirklich auch noch mal ein echtes Highlight und ich bin froh, nicht hier gelandet zu sein. Dann wäre ich wohl zuerst von Sydney erschlagen und später von allen anderen Großstädten nur noch wenig beeindruckt gewesen! Sydney ist noch mal bedeutend größer als Melbourne und die Orientierung im Stadtzentrum fiel mir erstmals schwer.
Das Opernhaus finde ich sehr schön und bei klarem Wetter hebt es sich toll vom blauen Himmel und Wasser ab. Auch der botanische Garten, der sich direkt anschließt, ist wunderschön und voller Kakadus, Papageien und fliegender Füchse, die allerdings wie Riesenfledermäuse tagsüber nur kopfüber an den Bäumen hängen.
Einen Strandtag in Bondi haben wir auch eingelegt und Mark und ich haben es auch tatsächlich geschafft, uns zum Sonnenaufgang (Untergänge gibts ja nun hier an der Ostküste nicht so ;) aufzuraffen. War sehr schön. Eine abendliche Fährfahrt mit Blick auf Sydneys tolle Skyline war toll! Ausgestiegen am Darling Harbour und noch etwas durch die Stadt spaziert und das Unterhaltungsviertel Kings Cross unsicher gemacht! ;-)
Ein bisschen Wissensinput kann ja auch nicht schaden, und so stand auch mal ein Besuch des maritimen Museums an. Dort war die Einwanderungsgeschichte sehr anschaulich dargestellt. Das Museum selbst ist auch direkt am Hafen und in der Nähe der Welcome Wall, auf der alle Namen der Einwanderer stehen, die mit den ersten Schiffen in Sydney landeten.
Auch in Sydney hab ich wieder die 2 Kollegen aus Bremer Bay für einen Nachmittag getroffen.
Besonders lustig wurde es dann, als auch noch Arne und Steffi vorgestern in Sydney eintrudelten. Beide sind ehemalige Studienkollegen und Arne stammt sogar auch noch aus Dessau. Haben uns dann zu 5. getroffen und sind zu einem Filmfestival in die Oper gegangen. Haben uns dort drei verschiedene Vorstellungen angeguckt, die einen sehr interesserant, die andere gar nicht. Wie das eben immer so ist. :-)
Am Sonntag fuhren wir ebenfalls zu fünft in die Blue Mountains, die etwa 2h Zugfahrt von Sydney liegen. Dort gabs die bekannten 3 Sisters zu sehen, 3 Gesteinsformation. Außerdem konnte man gut die Klippen entlang wandern und wir kamen an einigen schönen Aussichtspunkten und Wasserfällen vorbei. Abends haben wir noch alle zusammen bei Mark und Jessie in der WG gekocht und den Grand Prix geguckt ;-)
Bei einem Tagesausflug mit der Fähre nach Manly Beach habe ich dann meine nächste Mitreisende kennengelernt, mit der es nun morgen in Richtung Brisbane weitergeht.

GREAT OCEAN ROAD NACH MELBOURNE


Genau einen Monat später...da bin ich wieder! :)

Mein Trip von Adelaide nach Melbourne mit deutscher, schweizer und französischer Begleitung verlief super!
Am ersten Tag kamen wir allerdings nicht weit, da wir bereits nach wenigen Kilometern im Barossa Valley nördlich von Adelaide hielten. Landschaftlich sehr schön gelegen (und Drehort von McLeods Töchter ;)! Wir haben dann verschiedene Weingüter besucht, uns den Verarbeitungsprozess zeigen lassen und natürlich auch verkostet :)
Tagsdrauf ging es über die Grenze nach Victoria und bis zum Grampians Nationalpark. Leider regnete es dort so viel, dass die meisten Wander- und auch Autorouten wegen Überschwemmungen gesperrt waren. Auch war die Sicht aufgrund von diesiger und nebliger Luft eher bescheiden ;-) Ein paar schöne Wasserfälle konnten wir aber erkunden! Als dann aber auch noch mein 20-Dollar-Zeltchen in einen Swimming Pool mutierte, packten wir unsere Sachen und fuhren an die Küste nach Portland, wo das Wetter wieder sehr schön sonnig, jedoch wirklich kalt war.
Am nächsten Tag brachen wir dann bei wieder bestem, sonnigen Wetterchen die Great Ocean Road an, eine sehr schöne Küstenstrecke vor Melbourne. Alle paar hundert Meter waren Aussichtspunkte und es gab wirklich tolle Klippen, Gesteinsformationen und Strände zu sehen.
Insgesamt haben wir für die Great Ocean Road 3 Tage gebraucht, da wir viel angehalten haben, spazieren gegangen sind und über Ostern auch viel los war. Besonders Highlight waren Koalas, die auf einmal ganz überraschend links und rechts der Straße über uns in den Bäumen dösten oder träge nach Blätter angelten. Sehr, sehr niedliche Tierchen :-)

In Melbourne angekommen verteilten wir uns auf verschiedene Hostels, da wegen der Osterfeiertage nirgendwo 4 Betten am Stück abzukriegen waren. Die ersten zwei Tage verbrachte ich damit, das Stadtzentrum ausgiebig auszukundschaften, welches zwar nicht klein, aber überraschend überschaubar ist für eine Stadt mit weit über 3 Mio. Einwohnern. Umso weiter dehnen sich die vielen Vororte aus. Melbourne hat viele schöne Parkanlagen zu bieten, jede Menge Museen und Kultur, eine schöne Skyline am Yarra River und unzählige hübsche Bars, Cafes und Restaurants. A ußerdem ist die Stadt ein Shopping Paradies :-)
Ein Ausflug nach St. Kilda an den Strand mit der Straßenbahn war sehr schön. Zum Baden zwar schon etwas zu frisch, aber zum Chillen am Wasser noch genau richtig! Außerdem kamen nach Sonnenuntergang niedliche, kleine Fairy Pinguins an den Pier geschwommen und bezogen dort ihre Nester in den Steinen mit großem Geschnatter.
Schön war auch ein Wiedersehen mit einem französischen Pärchen, mit dem ich in Bremer Bay zusammen auf dem Caravan Park und im Resort gearbeitet hatte.
Über ein langes Wochenende besuchte ich zudem noch alte Familienfreunde, die vor 6 Jahren nach Melbourne ausgewandert sind. Das Wiedersehen war sehr herzlich und schön und ich habe mein eigenes Gästezimmer seeeehr genossen ;-)

Nach etwa 2 Wochen in Melbourne hat mich dann ein Chinese mit nach Sydney genommen. Die Fahrt entlang der Küste war schön, aber wir sind zügig gefahren und nach nur einer Übernachtung hatten wir Sydney erreicht.

Samstag, 16. April 2011

RED CENTRE

Nachdem ich Adelaide einige Tage später vollends erkundet hatte, beschloss ich spontan, erstmal die Mitte Australiens zu besuchen. Da bot es sich dann wunderbar an, dass Fine, die Fahrerin des 2. Autos, das mit uns die Nullarbor durchquerte, gleiches vorhatte und nach Mitfahrern suchte. Es dauerte dann auch nicht lange und ein es gesellte sich noch ein Schwede zu uns, sodass wir nach einer knappen Woche in Adelaide den Roadtrip ins Red Centre anbrechen konnten. Am zweiten Tag der Reise erreichten wir Coober Pedy, eine Minenstadt, die für ihre Opale berühmt ist. Außerdem ein Highlight: Unterirdische Wohnungen, Kirchen, Hotels,...! Die meisten davon sind heute nur noch zum Besichtigen für Touristen geöffnet, aber viele auch noch wirklich bewohnt.
Am dritten Tag überquerten wir die Grenze zum Northern Territory und kamen am nächsten Tag gegen Mittag im Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark an. Für eine ordentliche Gebühr darf man dann sein 3 Tage gültiges Ticket kaufen und dann gings auch gleich auf die "Suche" nach dem Uluru/Ayers Rock, den wir natürlich längst (etwa 30km vorher) erspäht hatten, da es dort sonst nicht allzu viel anderes im Umland gibt! ;) Im Gegenteil, der Felsen wirkt eher Fehl am Platz, riesengroß und massig umgeben vom Nirgendwo! Man kann den Felsen auf einem 8km langen Pfad zu Fuß umrunden. Man kann aber auch 15 Minuten Auto fahren und an den spannenden Stellen aussteigen und ein paar hundert Meter spazieren ;-) Die wahre Größe (3km lang x 2km breit x350m hoch) wird mangels Vergleich im Umland erst aus der Nähe deutlich. Dort sieht man dann Felsmalereien der Aborigines, Wasserlöcher und verschiedene Farben und Formen.
Besonders spektakulär war der Sonnenuntergang, der den Uluru für einige Minuten rot glühen ließ.
Am nächsten Morgen rafften wir uns sogar um 5 Uhr zum Sonnenaufgang auf! Diesmal hob sich statt einer feuerroten eine pechschwarze Silhouette ab. Nachdem es dann ganz hell war fuhren wir einige Kilometer im Nationalpark weiter und erreichten den Kata-Tjuta/Olgas, eine weitere Gesteinsformation. Zwar nicht so massiv, dafür aber abwechslungsreicher als der Ayers Rock. Hier wanderten wir einen 8km langen Rundweg durch die Felslandschaft, die erstaunlich grüne Täler bereit hielt. 2010 gab es wohl mehr Regen als in den letzten 20 Jahren!
Am folgenden Tag fuhren wir weitere 400km zum Kings Canyon, dem "Great Canyon Australiens", dessen Schluchten auch von grünen Bäumen und Büschen bewachsen waren.
Die letzte Etappe der gemeinsamen Reise führte dann bis Alice Springs. Dort trennten sich unsere Wege wieder. Alice Springs ist eher klein und sehr, sehr überschaubar. Außerdem lebt dort ein Großteil Aborigines und man kann jede Menge Kunstwerke und Souvenirs von ihnen kaufen.
Ich hab den Aufenthalt in Alice Springs genutzt, um eine Studienfreundin wiederzusehen, die seit 1,5 Jahren in Australien ist und seit 6 Monaten auf einer Farm 300km nördlich von Alice Springs arbeitet. Da dies für eine australische Verhältnisse ja überhaupt keine Entfernung ist, nahm sie dann auch den Weg auf sich und zog vorrübergehend mit bei mir im Hostel ein, sodass wir ein paar schöne Tage zusammen verbringen konnten. :-)
Nach 5 Tagen in Alice Springs hatte ich dann aber auch genug, denn viel hat der Ort selber nicht zu bieten und ist hauptsächlich Start- und Endpunkt für Outbacktouren. Der Zug erwies sich als kurzfristige Option dann überraschend als die günstigste Alternative, um relativ schnell wieder nach Adelaide zu kommen. Gepäck wurde 2h vor Abfahrt eingecheckt, musste auch noch umpacken, weil einzelne Gepäckstücke nicht mehr als 20kg (:-)) wiegen dürfen um befördert zu werden, und dann ging es mittags 12.00 Uhr in Alice Springs los und der Zug öffnete seine Türen erst wieder 12.30 am folgenden Tag in Adelaide ;-) Mit gefühlten 30km schunkelte der 400m lange Zug die 1600km bis Adelaide. Hin und wieder verwies das Zugpersonal auf rar gesähte Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Es gab natürlich Duschen, Boardrestaurants und Salonwagen, in denen man sich die Beine vertreten und die Zeit vertreiben konnte. Alles in allem ist so ein Spartarifsitzplatz in der 2. Klasse trotz Fenster aber eher unspektakulär ;-)

Adelaide selber hat bei einem 2. Besuch nicht mehr allzu viel zu bieten. So bin ich froh, dass ich, gestern angekommen, heute bereits eine Mitfahrgelegenheit nach Melbourne gefunden habe. Am Montag soll es dann los gehen, nach Victoria und über die Great Ocean Road nach Melbourne!


NULLARBOR PLAIN BIS ADELAIDE


...tatsächlich bin ich (fast) an der Ostküste! ;)

Die letzten Wochen waren sehr erlebnisreich. Nach 6 Wochen in Bremer Bay packte ich meinen Rucksack und stieg mal wieder zu Mark und Jessie ins Auto, die mich vor meiner Haustür abholten ;-) Mitsamt einer Taiwanesin an Bord und daher Unmengen an Gepäck ging es auf nach Osten! Unterwegs trafen wir noch eine Freundin von Mark und Jessie, dir in ihrem Auto, inklusive zweier anderer Backpacker, die Karawane begleitete.
Unsere erste Etappe führte uns nach Esperance, ein kleines Küstenstädtchen im Südwesten. Es gab traumhaftschöne Küstenabschnitte und Strände, sodass wir spontan beschlossen, eine Nacht länger als geplant zu verweilen, um auch noch den Cape Le Grand Nationalpark zu besuchen. Dort ging es auch am nächsten Tag hin und wir wurden nicht enttäuscht:fast weißer, feiner Sand und glasklares Wasser von Steilküsten und kleinen Buchten umrahmt. Außerdem Kangaroos dirket am Strand! Wenn das nichts für den Australien-Touri ist :-) Außerdem haben wir noch einen Großeinkauf an Lebensmitteln und Wasservorräten für die Reise erledigt.
Am späten Nachmittag brachen wir dann Richtung Norsman auf, seines Zeichens letzte Stadt vor der Wüste. Da es allerdings früher als erwartet dunkel wurde, hielten wir auf einem Rastplatz und schlugen dann einfach dort die Zelte auf. Dank Scheinwerfer konnten wir sogar im Hellen aufbauen und kochen - und am nächsten Morgen das Auto nicht mehr in Gang bringen! :-D Aber da lobte sich dann die australische Hilfsbereitschaft wieder sehr, bereits das 2. Auto, das vorbeifuhr, hielt an und gab uns Starthilfe, sodass wir 20 Minuten später wieder rollen konnten! In Norsman wurden dann aber sicherheitshalber gleichmal ein paar Startkabel für unterwegs besorgt! ;) Gut ausgestattet, ging es dann endlich in die Nullarbor (lat."kein Baum" ;-)) Plain.
Und dann gibts auch nicht mehr sooo viel zu berichten! Karge, weite Landschaft, ein paar Büsche, die längste kerzengerade Straße Australiens, Emus, Dingos und irgendwann die südaustralische Grenze!
Die Nächte verbrachten wir entweder an Roadhouses, Caravan-Parks oder im Busch. Als wir uns der Südküste näherten, war es nachts im Zelt allerdings kaum noch auszuhalten! Die Temperaturen sanken auf 10 Grad und weniger und die Luft war feucht, sodass wir uns die halbe Nacht ums Lagerfeuer scharten und Tee schlürften. Sobald jedoch die Sonne aufging, war es innerhalb weniger Minuten wieder sehr warm und alles konnte schnell trocknen, bevor wir Sack und Pack wieder verstauten.
Besonders schön und beeindruckend unterwegs war die große südasutralische Bucht. An ausgewiesenen Aussichtspunkten konnte man bis an die Felsklippen herangehen, wo der Kontinent aufhört und dann bis zum Südpol erstmal nichts außer Wasser kommt.
Nach 5 Tagen erreichen wir dann Ceduna, den Beginn der Zivilisation am östlichen Ende der Nullarbor Plain. Von dort aus fuhren wir noch einen Tag und erreichten nach insgesamt 2500km Adelaide am frühen Abend. Schon unterwegs hatten wir uns telefonisch ein 4er Zimmer resierviert, damit wir den letzten gemeinsamen Abend und auch unsere Ankunft in Adelaide noch zusammen feiern konnten.

Um Adelaide auszukundschaften mieten wir uns zu viert Fahrräder vom Hostel und fuhren durch die Stadt. So erkundeten wir den Central Market, China Town, die Rundle Mall (Fußgängerzone), die botanischen Gärten, radelten am Fluss entlang, der die Stadt in Nord und Süd teilt. Ruckzuck wurde die auf den ersten Eindruck groß wirkende Stadt sehr überschaubar und übersichtlich.
Außerdem sollte auch dem Motto Südaustraliens als Kulturstaat Australiens etwas gerecht werden und so besichtigten wir das Museum of South Australia. :-)
Bald trennten sich unsere Wege dann allerdings wieder: die Taiwanesin war kaum in Adelaide angekommen in einer Schar Asiaten abgetaucht, Mark und Jessie sind gleich nach Melbourne aufgebrochen und ich blieb erstmal noch ein paar weitere Tage in Adelaide. 


Sonntag, 20. Februar 2011

BREMER BAY


Hello again! :)

Inzwischen ist ein weiterer Monat ins Land gezogen.
Nach dem letzten Besuch in Bunbury ging es für Mark, Jessie und mich erstmal wieder zurück nach Perth zum Australia Day, dem australischen Nationalfeiertag am 25.Januar. Diesen haben wir vormittags und über Mittag am Strand verbracht und sind gegen Nachmittag in die Innenstadt Perths gefahren, um da alle möglichen Events mitzunehmen: Konzerte, Synchronflieger, Wassersportler, Fallschirmspringer, Feuerwerk,...War ein sehr schöner und bunter Tag und das Feuerwerk hat mich einen knappen Monat später für das eher unspektakuläre Silvester in Gnowangerup entschädigt :-)

Nach dem Australia Day hieß es dann auf nach Albany! Wir machten aus den guten 500km einen 2-Tages-Trip und campten unterwegs noch, bevor wir in Albany eintrudelten. In Albany angekommen, erwartete uns Zyklon Bianca, der dafür sorgte, dass wir aus unserem wasserundichten Zelt, aka Strandmuschel und – wie sich nach einer Testnacht auch rausstellte - undichten Auto ausziehen und in einem Backpackers Hostel einchecken mussten. Die nächsten Tage verbrachten wir im Hostel und warteten Dauerregen und Stürme ab. Dort stellte sich dann auch bald heraus, dass sich die Weinernte in der ganzen Region immer weiter nach hinten verschoben wurde, auf Grund des Wetters.
Da uns aber das Geld allmählich ausging, haben wir begonnen, uns überall in Albany zu bewerben: Motels, Restaurants, Fastfoodketten, Bäckereien, Pubs, Cafes, Supermärkte, Textilgeschäfte, usw., leider tagelang völlig erfolglos. Mark und Jessie wollten wieder Richtung Perth reisen, ich nicht, und so trennten sich dann nach einer weiteren Woche in Albany unsere Wege (vorerst!?).

Es dauerte dann zum Glück auch nicht mehr lange, und ich hab endlich Jobs angeboten bekommen. Entschieden habe ich mich für das Bremer Bay Resort in, wie der Name ja sagt, Bremer Bay, einem kleinen Küstenörtchen zwischen Albany und Esperance. Bremer Bay ist wunderschön gelegen, unzählige Strände und versteckte Buchten, glasklares Wasser und tolle Klippen.

Hier arbeite ich nun seit 2 Wochen. Die Arbeit ist grundsätzlich der in Gnowangerup ähnlich, abgesehen davon, dass ich hier nicht für die Zimmer verantwortlich bin, sondern hauptsächlich Restaurant und Bar bediene. Hin und wieder gehts auch mal in die Küche, Salatgarnituren oder Desserts anrichten, mal Teller waschen. Ansonsten Gäste ein- und auschecken. Das Resort ist sehr schön, ziemlich schick und modern für so einen kleinen Ort (300 Einwohner). Ich arbeite mit einem supernetten Team, das aus vielen jungen Leuten und auch anderen (deutschen) Backpackern besteht.
Da ich im Resorts meistens ab 18 Uhr im Restaurant, und selten 12 Uhr die Mittagsschicht arbeite, hatte ich nur eine 25h Woche und damit etwas zu viel Freizeit. Also habe ich mir einen Nebenjob auf dem Campingplatz hier besorgt. Dort nutze ich dann den Vormittag zum Putzen von Grillplätzen, Campküchen, Bungalows, Duschräume usw.

Noch bewohne ich ein Zimmer im Resort. Da ich hier aber keine Kochmöglichkeiten habe, werde ich recht bald auf dem Campingplatz einen Bungalow beziehen, zumal ich dann morgens keine 20 Minuten zur Arbeit laufen muss :-)

Beide Jobs sind recht anstrengend, aber ich habe zwei Einkommensquellen und kann also meinen Aufenthalt hier halbieren ;-), bevor es dann wirklich mal Richtung Osten gehen soll. Aber irgendwie ändern sich Pläne hier sowie ständig. Es gibt einfach immer viel zu viele Möglichkeiten und mit jedem neuen Kontakt werden diese mehr und es ergeben sich auch spontan Optionen, sodass ich nie so ganz sicher sagen kann, wann ich wo als nächstes lande. Und bisher hat sich ja auch immer was anderes ergeben, als hier verkündet :-)

Bin also selber gespannt, von wo ich mich dann also das nächste Mal melde... :)

Freitag, 21. Januar 2011

PERTH-BUNBURY-MARGARET RIVER-AUGUSTA-BUNBURY


Und da bin ich wieder...seit 3 Wochen arbeitslos und ein ausgezeichnetes Leben führend :)

Nachdem ich wieder zurück nach Perth gekommen bin, hat sich schnell herausgestellt, dass Mark und Jessie (ehemalige Kommilitonen aus Heide) am gleichen Tag wie ich auch zufällig wieder dort gestrandet sind. So haben wir beschlossen, vorerst zusammen zu reisen und gemeinsam auf Jobsuche zu gehen. In den Jobagenturen in Perth war aber für uns nichts passendes dabei und so packten wir nach einer Woche Shopping in Perth unsere Sachen und machten uns in Marks und Jessies frisch gekauften Aborigine-Auto auf den Weg.

Erster Stop war Bunbury, 2. größte Stadt Western Australias, wo ebenfalls Ex-Kommilitone Arne zur Zeit arbeitet und in ein Haus im Ocean Drive, direkt am Strand, bezogen hat. So quartierten wir uns für 4 Tage bei ihm und seinen beiden Mitbewohnern ein, hatten jede Menge Spaß, genossen die Nähe zum Strand, Party im örtlichen Hostel mit anderen Backpackern, Shopping im Städtchen und gemeinsames Kochen und Grillen am Strand. Besonders schön war es, beim Baden im Meer einen Schwarm Delfine vorbeischwimmen zu sehen. Morgens sind in einer Bucht auch Delfine bis auf wenige Meter ans Ufer gekommen.
Die Möglichkeit, Wäsche waschen zu können, haben wir auch mal wieder genutzt, aber nicht schlecht gestaunt, als Jessie und ich feststellten, das unsere gesamte Unterwäsche von der Wäscheleine geklaut wurde, während wir am Strand lagen. :-) So hieß es am nächsten Tag erstmal wieder Shoppen!

Nach 4 Nächten in Bunbury beschlossen wir, uns erstmal wieder auf Jobsuche zu begeben. Da demnächst die Traubenernte im Südwesten ansteht, fuhren wir verschiedene Weingüter an und fragten nach Arbeit. Die erste Farm in Boyanup, auf der wir fragten, hatte zwar keine Arbeit für uns, aber die netten Farmer luden uns zum Abendessen ein. Es gab am Vortag geschossenes Kangaroo vom Grill. Auf der Farm haben wir auch noch vier andere deutsche Backpacker getroffen, die dort arbeiten. Wie sich herausstellte, kennt einer davon meine ehemaligen Kollegen aus Malaysia, da er direkt vor mir dort sein Praktikum gemacht hat. Mal wieder haben wir gestaunt, wen man so alles am anderen Ende der Welt trifft :-) Wir durften dann auch noch auf der Farm übernachten und sind erst am nächsten Nachmittag weiter gefahren.

Erst ging es nach Margaret River, um uns dort in allen Jobagenturen für die Weinernte zu registrieren. Anschließend ging es weiter bis Augusta, der südwestlichste Zipfel Australiens, wo wir dann auf einem Campingplatz übernachteten. Den folgenden Tag nutzten wir wieder für die Jobsuche, gaben morgens einige Bewerbungen und Telefonnummern ab und verbrachten danach den restlichen Tag am Strand bei Margaret River. Am Abend ging es wieder auf einen der Campingplätze in Strandnähe. Eine der Vermittlungsagenturen in Margaret River hat uns dann endlich auch einen Grape Picking Job ab Ende Januar/Anfang Februar zugessagt, sobald die Trauben reif sind. So müssen wir uns nun erstmal in der Region aufhalten, da der Anruf zum Arbeitseinsatz wohl sehr spontan und wahrscheinlich nur einen Tag vor Arbeitsbeginn erfolgen wird. Da das Wochenende nun auch schon wieder vor der Tür stand fuhren wir daher erstmal zurück nach Bunbury zu Arne und Lenni und machen uns nun hier zu 5. ein weiteres schönes Wochenende...

Die nächsten zwei Wochen werden wir also Ausflüge in der Region machen und auf den lang ersehnten Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft warten...

Sonntag, 9. Januar 2011

GNOWANGERUP II

Und schon wieder ist ein weiterer Monat verstrichen...

Die Arbeit im Hotel und Pub hat sich nicht wesentlich geändert, allerdings teilweise unter neuer Führung. Allan und Vicki haben das Hotel Mitte Dezember verkauft und der neue Besitzer arbeitet sich seitdem dort mit ein. Dadurch entfiel einiges an Arbeit für mich :)

Weihnachten habe ich in Albany verbracht, mit Allan, Vicki und deren Familie, bestehend aus Vickis beiden Töchtern Sarah (23) und Amy (21) und deren Männern und insgesamt 3 kleinen Kindern/Babys. Vicki und ich sind am 24.12. morgens nach Albany gefahren und haben unsere Weihnachtseinkäufe erledigt, da sowas in Gnowangerup nicht möglich ist! Wir waren dann auch bis in den Abend noch mit Einpacken beschäftigt! :-)
Weihnachten (also mit Geschenken und allem) wird hier am 25.12. gefeiert und so fuhren Allan, Vicki und ich Samstag zum Mittag zu Sarah, wo das ganze stattfand. Das Weihnachtsessen bestand aus Truthahn, Schinken, Schweinebraten, Garnelen, Austern, Hummer, Salaten und Obst. Sehr lecker! Allerdings ungewohnt, Weihnachten im Tshirt draußen auf der Terrasse zwischen dampfenden Grillrosten und künstlichem Tannenbaum zu verbringen! :)
Boxing Day, also am 26.12., war Schnäppchen-Shoppen angesagt! Dabei hab ich mir ein funktionstüchtiges, Buschdorf-taugliches Handy und einen Internetstick gekauft, sowie allerlei Kram, von dem man in Gnowangerup nur träumen kann. Außerdem gabs noch etwas Sightseeing entlang Albanys Küste und ich habe mir mal wieder windige Seeluft um die Nase pusten lassen können.

Silvester habe ich mit Freunden im Pub gefeiert, da dort sowieso eine Silvesterparty geplant war. So hatte ich es schön bequem :) War sehr lustig, allerdings abgesehen von Tischfeuerwerkchen und Knallbonbons eher unspektakulär.

Neues Jahr, neues Glück und so hatte ich meinen letzten Arbeitstag im Hotel am 30.12. und die erste Januarwoche hab ich mit Freunden verbracht, war auf Partys, im Gnowangerup-Freibad, wurde auf ein paar kleine Roadtrips in der Umgebung mitgenommen und musste schließlich auch irgendwann zwischendurch meine Sachen alle wieder in den Rucksack stopfen, was sich erstmalig als problematisch erwies! :-)

Da Vicki gestern selber zum Flughafen musste, hat sie mich mit nach Perth nehmen können und ich musste nur noch den Shuttlebus vom Flughafen zum Hostel schnappen. Perth kommt mir nun wesentlich lebendiger vor, als noch vor 2 Monaten, als ich noch keinen vergleich hatte, wie der Rest Australiens aussieht! Ich genieße Schaufenster bummeln und Shoppen, Zivilisation eben ;-)

So bin ich nun wieder da, wo ich vor 2 Monaten angefangen hab. Allerdings mit genug Reserven, um es langsam angehen zu lassen und wählerisch zu sein ;-) Habe daher auch noch keinen konkreten Plan, wie es jetzt weiter gehen soll. Ich möchte die Südwestküste entlang reisen. Praktisch wärs, wenn ich da irgendwo auf der Route einen Job kriegen könnte, ansonsten versuch ich mein Job-Glück in South Australia wieder...