Hello again! :)
Inzwischen ist ein weiterer Monat ins Land gezogen.
Nach dem letzten Besuch in Bunbury ging es für Mark, Jessie und mich erstmal wieder zurück nach Perth zum Australia Day, dem australischen Nationalfeiertag am 25.Januar. Diesen haben wir vormittags und über Mittag am Strand verbracht und sind gegen Nachmittag in die Innenstadt Perths gefahren, um da alle möglichen Events mitzunehmen: Konzerte, Synchronflieger, Wassersportler, Fallschirmspringer, Feuerwerk,...War ein sehr schöner und bunter Tag und das Feuerwerk hat mich einen knappen Monat später für das eher unspektakuläre Silvester in Gnowangerup entschädigt :-)
Nach dem Australia Day hieß es dann auf nach Albany! Wir machten aus den guten 500km einen 2-Tages-Trip und campten unterwegs noch, bevor wir in Albany eintrudelten. In Albany angekommen, erwartete uns Zyklon Bianca, der dafür sorgte, dass wir aus unserem wasserundichten Zelt, aka Strandmuschel und – wie sich nach einer Testnacht auch rausstellte - undichten Auto ausziehen und in einem Backpackers Hostel einchecken mussten. Die nächsten Tage verbrachten wir im Hostel und warteten Dauerregen und Stürme ab. Dort stellte sich dann auch bald heraus, dass sich die Weinernte in der ganzen Region immer weiter nach hinten verschoben wurde, auf Grund des Wetters.
Da uns aber das Geld allmählich ausging, haben wir begonnen, uns überall in Albany zu bewerben: Motels, Restaurants, Fastfoodketten, Bäckereien, Pubs, Cafes, Supermärkte, Textilgeschäfte, usw., leider tagelang völlig erfolglos. Mark und Jessie wollten wieder Richtung Perth reisen, ich nicht, und so trennten sich dann nach einer weiteren Woche in Albany unsere Wege (vorerst!?).
Es dauerte dann zum Glück auch nicht mehr lange, und ich hab endlich Jobs angeboten bekommen. Entschieden habe ich mich für das Bremer Bay Resort in, wie der Name ja sagt, Bremer Bay, einem kleinen Küstenörtchen zwischen Albany und Esperance. Bremer Bay ist wunderschön gelegen, unzählige Strände und versteckte Buchten, glasklares Wasser und tolle Klippen.
Hier arbeite ich nun seit 2 Wochen. Die Arbeit ist grundsätzlich der in Gnowangerup ähnlich, abgesehen davon, dass ich hier nicht für die Zimmer verantwortlich bin, sondern hauptsächlich Restaurant und Bar bediene. Hin und wieder gehts auch mal in die Küche, Salatgarnituren oder Desserts anrichten, mal Teller waschen. Ansonsten Gäste ein- und auschecken. Das Resort ist sehr schön, ziemlich schick und modern für so einen kleinen Ort (300 Einwohner). Ich arbeite mit einem supernetten Team, das aus vielen jungen Leuten und auch anderen (deutschen) Backpackern besteht.
Da ich im Resorts meistens ab 18 Uhr im Restaurant, und selten 12 Uhr die Mittagsschicht arbeite, hatte ich nur eine 25h Woche und damit etwas zu viel Freizeit. Also habe ich mir einen Nebenjob auf dem Campingplatz hier besorgt. Dort nutze ich dann den Vormittag zum Putzen von Grillplätzen, Campküchen, Bungalows, Duschräume usw.
Noch bewohne ich ein Zimmer im Resort. Da ich hier aber keine Kochmöglichkeiten habe, werde ich recht bald auf dem Campingplatz einen Bungalow beziehen, zumal ich dann morgens keine 20 Minuten zur Arbeit laufen muss :-)
Beide Jobs sind recht anstrengend, aber ich habe zwei Einkommensquellen und kann also meinen Aufenthalt hier halbieren ;-), bevor es dann wirklich mal Richtung Osten gehen soll. Aber irgendwie ändern sich Pläne hier sowie ständig. Es gibt einfach immer viel zu viele Möglichkeiten und mit jedem neuen Kontakt werden diese mehr und es ergeben sich auch spontan Optionen, sodass ich nie so ganz sicher sagen kann, wann ich wo als nächstes lande. Und bisher hat sich ja auch immer was anderes ergeben, als hier verkündet :-)
Bin also selber gespannt, von wo ich mich dann also das nächste Mal melde... :)
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